Prevot: Die UN-Charta wird stärker geprüft als je zuvor
Davos, 20. Januar (Hibya) – Der belgische Vizepremierminister und Außenminister Maxime Prevot traf sich in Davos mit seinem südafrikanischen Amtskollegen Ronald Lamola, um globale Krisen, das Völkerrecht und die bilaterale wirtschaftliche Partnerschaft zu erörtern.
Der belgische Vizepremierminister und Außenminister Maxime Prevot äußerte sich zu seinem Treffen mit dem südafrikanischen Außenminister Ronald Lamola.
Mit Blick auf den Zustand der internationalen Ordnung sagte Prevot: „Ich hatte in Davos ein gutes Gespräch mit meinem südafrikanischen Kollegen. Der diplomatische Kompass der Welt dreht sich. Der Multilateralismus steht von allen Seiten unter Druck. Die UN-Charta, einst Grundpfeiler der internationalen Ordnung, wird heute stärker geprüft als je zuvor. Südafrika und Belgien sind sich einig, dass das Völkerrecht nicht optional ist.“
Zur gemeinsamen Haltung in globalen Krisen erklärte Prevot: „Ob es um die Unterstützung von Rechenschaftspflicht in Gaza oder die Verteidigung der territorialen Integrität der Ukraine geht – in grundlegenden Fragen sind wir einer Meinung. Wir haben auch die anhaltende Krise im Osten der Demokratischen Republik Kongo erörtert, wo die Menschen weiterhin leiden. Die M23-Einheiten müssen sich zurückziehen, und der Zugang zu humanitärer Hilfe muss verbessert werden.“
Zur Lage im Sudan sagte Prevot: „Wir haben über den Sudan gesprochen, wo sich eine der schlimmsten humanitären und gesundheitlichen Krisen der Welt abspielt. Wir dürfen nicht wegsehen. Dringendes Handeln ist erforderlich.“
Abschließend zu den bilateralen Beziehungen sagte Prevot: „Über diese Krisen hinaus werden unsere bilateralen Beziehungen immer stärker. Wir freuen uns auf die sechste gemeinsame Kommission, die später in diesem Jahr in Pretoria stattfinden wird, um unsere Beziehungen zu vertiefen und die wirtschaftliche Partnerschaft weiterzuentwickeln.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency