Verzögerte Datenveröffentlichungen schwächten den Dollar
Istanbul, 4. Februar (Hibya) — Der Dollarindex, der seine jüngste Rally pausierte, fiel am Mittwoch auf etwa 97,4, da eine teilweise Schließung der US-Regierung die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten verzögerte und die Anleger vorsichtig hielt.
Die für diese Woche geplanten jüngsten Stellenangebotsdaten sowie der Beschäftigungsbericht für Januar wurden verschoben und lieferten damit kein neues Signal zur Lage des US-Arbeitsmarktes. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete einen Haushalt über 1,2 Billionen US-Dollar zur Beendigung der Teilschließung, doch die Finanzierung des Heimatschutzministeriums ist weiterhin ungeklärt.
Unterdessen gewann der Dollar in den letzten Sitzungen an Wert, nachdem Trump Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank (Fed) nominiert hatte. Warsh gilt im Vergleich zu anderen Kandidaten als weniger „taubenhaft“. Starke US-Industriedaten dämpften zudem die Erwartungen schneller Zinssenkungen. Die Märkte rechnen damit, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr zweimal senken könnte — vermutlich im Juni und Oktober.
Der australische Dollar stieg am Mittwoch derweil auf rund 0,703 US-Dollar und setzte die durch eine restriktivere Politik getriebenen Gewinne der vorherigen Sitzung fort; Unterstützung kam auch von einem optimistischen Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor, während die Märkte weitere Zinserhöhungen erwarten.
Die Zentralbank erhöhte auf ihrer Februarsitzung erstmals seit zwei Jahren den Leitzins und verwies auf starkes Wirtschaftswachstum und einen anhaltenden Inflationsausblick. Mit dem Eintritt in den Straffungszyklus hoben Anleger die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Mai auf 80% an und preisen derzeit zusätzliche Straffung von rund 40 Basispunkten für 2026 ein.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency