Quellen: Die USA könnten begrenzte Gebiete in Grönland erhalten
Stockholm, 22. Januar (Hibya) – Am Mittwoch erörterten die NATO-Staaten im Zusammenhang mit Gesprächen zwischen dem Generalsekretär des Bündnisses, Mark Rutte, und Donald Trump einen Vorschlag, der es den Vereinigten Staaten ermöglichen würde, die Kontrolle über begrenzte Gebiete in Grönland zu erlangen. Dies berichteten drei hochrangige anonyme Beamte gegenüber der New York Times.
Spät am Mittwoch, nach einem Treffen beim Weltwirtschaftsforum in Davos, erklärte US-Präsident Donald Trump, man habe sich auf „einen Rahmen für ein künftiges Abkommen über Grönland und die gesamte Arktisregion“ geeinigt.
Gegenüber Journalisten sagte Trump: „Das ist ein wirklich großartiger Deal für die Vereinigten Staaten, dem sich die Menschen verschrieben haben. Er gibt uns alles, was wir wollen.“
Als er jedoch gefragt wurde, ob die Vereinigten Staaten die Souveränität über die Insel erlangen würden, zögerte Trump und antwortete lediglich: „Das ist das endgültige langfristige Abkommen.“
Einige Stunden später erklärten drei hochrangige anonyme Beamte der New York Times, dass ein Vorschlag diskutiert worden sei, der den Vereinigten Staaten die Kontrolle über begrenzte territoriale Gebiete in Grönland ermöglichen würde.
Den Angaben zufolge handelt es sich dabei um abgegrenzte Gebiete, in denen die Vereinigten Staaten eine militärische Präsenz aufbauen könnten, wobei die Initiative angeblich von Rutte geleitet wird.
Diese Regelung wird mit den britischen Militärstützpunkten auf Zypern verglichen, die offiziell als britisches Hoheitsgebiet anerkannt sind.
Gleichzeitig erklärte NATO-Generalsekretär Mark Rutte am späten Mittwoch, dass die Frage der dänischen Souveränität über Grönland bei seinem Treffen mit Donald Trump nicht erörtert worden sei.
Rutte sagte: „Wir haben eine gute Vereinbarung getroffen, um wirklich mit der Arbeit an diesen Themen zu beginnen“, und wiederholte eine frühere Aussage, wonach noch mehr Arbeit erforderlich sei, um zu einer tatsächlichen Vereinbarung zu gelangen.
NATO-Sprecherin Allison Hart erklärte, die Verbündeten würden den Rahmen erörtern, der Trumps Bedenken aufgreift, wonach die Insel nicht vor Russland oder China geschützt sei. Verschiedenen Nachrichtenagenturen zufolge werden die Verhandlungen zwischen Dänemark, Grönland und den Vereinigten Staaten fortgesetzt, um sicherzustellen, dass Russland und China in Grönland niemals wirtschaftlich oder militärisch Fuß fassen.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency