Länder reagieren auf den US-Angriff auf Venezuela
Stockholm, 3. Januar (Hibya) — Vertreter Russlands, Irans und Kubas reagierten auf den Angriff der USA auf Venezuela und verurteilten die Vorgehensweise.
Der stellvertretende Vorsitzende des Föderationsrates Russlands, Konstantin Kosatschow, erklärte, Venezuela stelle für die Vereinigten Staaten weder militärisch noch humanitär eine Bedrohung dar, ebenso wenig im Hinblick auf Kriminalität oder Drogenprobleme.
Unter Hinweis darauf, dass die derzeitige Militäroperation und die in den vergangenen Tagen und Wochen gegen Venezuela durchgeführten Maßnahmen keinerlei konkrete Grundlage hätten, sagte Kosatschow: „Mit diesen Angriffen wurde das Völkerrecht eindeutig verletzt. Ich bin überzeugt, dass ein großer Teil der internationalen Gemeinschaft sich entschieden von dem Angriff auf Venezuela distanzieren und ihn verurteilen wird.“
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kündigte ebenfalls an, dass eine Erklärung zu den US-Angriffen auf Venezuela abgegeben werde.
Aus dem iranischen Außenministerium hieß es, der Angriff stelle eine eindeutige Verletzung der grundlegenden Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen dar.
Unterdessen behauptete der kolumbianische Präsident Gustavo Petro, die USA hätten das Gebäude des venezolanischen Parlaments angegriffen. Petro fügte hinzu, man verfolge mit großer Sorge Berichte über Explosionen und ungewöhnliche Luftbewegungen, die in den letzten Stunden in Venezuela registriert worden seien.
Petro bekräftigte Kolumbiens Verpflichtung zu den in der UN-Charta verankerten Prinzipien und hob den Respekt vor der Souveränität und territorialen Integrität der Staaten, das Verbot der Anwendung oder Androhung von Gewalt sowie die friedliche Beilegung von Streitigkeiten hervor.
Er erklärte außerdem, dass die kolumbianische Regierung in Abstimmung mit den lokalen Behörden präventive Maßnahmen ergriffen habe, um die Zivilbevölkerung zu schützen, die Stabilität entlang der Grenze zu gewährleisten und sich auf mögliche humanitäre oder migrationsbezogene Bedürfnisse vorzubereiten. Petro betonte, dass das kolumbianische Außenministerium die diplomatischen Kontakte mit den betreffenden Ländern fortsetzen und Initiativen zur objektiven Überprüfung der Ereignisse auf multilateralen Plattformen unterstützen werde, und bekräftigte erneut, dass Frieden und der Schutz des menschlichen Lebens über jedem bewaffneten Konflikt stehen müssten.
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez verurteilte den seiner Ansicht nach kriminellen Angriff der USA auf Venezuela.
Unter Hinweis darauf, dass die Struktur Lateinamerikas und der Karibik als Friedenszone ins Visier genommen worden sei, erklärte Bermúdez, diese Handlungen stellten staatlichen Terrorismus gegen das venezolanische Volk und die Länder der Region dar, und übermittelte eine Solidaritätsbotschaft.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency