Chile erklärt wegen tödlicher Waldbrände den Katastrophenfall
Stockholm, 20. Januar (Hibya) – Chiles Präsident Gabriel Boric hat in zwei Regionen, die von tödlichen Waldbränden betroffen sind und bei denen mindestens 20 Menschen ums Leben kamen, den Katastrophenfall ausgerufen.
In den Regionen Ñuble und Biobío, etwa 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago, wurden mehr als 50.000 Menschen evakuiert.
Boric erklärte, dass mit einem weiteren Anstieg der Opferzahl gerechnet werde.
Der gefährlichste Brand wütete in den trockenen Wäldern rund um die Küstenstadt Concepción. Katastrophenschutzbehörden teilten mit, dass etwa 250 Häuser zerstört wurden.
Lokale Medien veröffentlichten Fotos von ausgebrannten Autos auf den Straßen.
Die chilenische Forstbehörde Conaf teilte mit, dass Feuerwehrkräfte am Sonntag landesweit gegen 24 Brände kämpften, wobei die gefährlichsten in Ñuble und Biobío verzeichnet wurden.
Bisher sind in den beiden Regionen rund 8.500 Hektar (21.000 Acres) Land verbrannt.
Starke Winde in Verbindung mit hohen Sommertemperaturen fachten die Flammen weiter an, gefährdeten Wohngebiete und erschwerten die Löscharbeiten.
In weiten Teilen Chiles wurden Hitzewarnungen herausgegeben, und in den kommenden Tagen werden zwischen Santiago und Biobío Temperaturen von bis zu 38°C erwartet.
Chile hat in den vergangenen Jahren, begünstigt durch anhaltende Dürre, eine Reihe verheerender Waldbrände erlebt.
Vor zwei Jahren kamen bei Waldbränden in der Region Valparaíso nahe Santiago mindestens 120 Menschen ums Leben.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency