Während die Annexionsdrohungen der USA zunehmen, entsenden europäische Länder Soldaten nach Grönland
Kopenhagen, 15. Januar (Hibya) — Während US-Präsident Donald Trump seine Drohungen verstärkt, die arktische Insel gewaltsam zu annektieren, entsenden mehrere NATO-Staaten eine kleine Zahl von Militärangehörigen nach Grönland, um an gemeinsamen Übungen mit Dänemark teilzunehmen.
Trumps Äußerungen haben die Möglichkeit aufgeworfen, dass das größte und mächtigste Mitglied der NATO das Territorium eines anderen Landes annektieren könnte, was das seit Jahrzehnten bestehende, von den USA geführte europäische Sicherheitsbündnis in eine Krise stürzt.
Dänemark, das für die Verteidigung Grönlands verantwortlich ist, warnte, dass ein Angriff auf Grönland die NATO nahezu vollständig beenden würde, und kündigte am Mittwoch an, seine militärische Präsenz „in enger Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten“ ausgeweitet zu haben.
Deutschland, Schweden, Frankreich und Norwegen bestätigten, dass sie in dieser Woche Militärpersonal für eine gemeinsame Übung mit dänischen Truppen nach Grönland entsenden werden. Kanada und Frankreich erklärten zudem, in den kommenden Wochen Konsulate in der grönländischen Hauptstadt Nuuk eröffnen zu wollen.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass NATO-Staaten Soldaten zur Ausbildung in andere NATO-Länder entsenden, und die Verbündeten, einschließlich der USA, bemühen sich seit Jahren, gemeinsame Übungen im Polarkreis zu intensivieren. Die USA verfügen über rund 150 Soldaten auf der Pituffik Space Base im Nordwesten Grönlands.
Die jüngsten Erklärungen der europäischen Länder sind jedoch sowohl in ihrer zeitlichen Einordnung als auch in ihrer Symbolik ein wichtiges Zeichen der Solidarität in einer beispiellosen Phase der Spannungen innerhalb der NATO.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency