Trump hebt historische Entscheidung auf, wonach Treibhausgase die öffentliche Gesundheit bedrohen
Washington, 13. Februar (Hibya) – US-Präsident Donald Trump hat eine zentrale wissenschaftliche Entscheidung aus der Obama-Ära rückgängig gemacht, die die Grundlage aller bundesstaatlichen Maßnahmen zur Reduzierung klimaschädlicher Gase bildete.
Die Entscheidung von 2009, bekannt als „Gefährdungsfeststellung“ (endangerment finding), kam zu dem Schluss, dass eine Reihe von Treibhausgasen eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellt. Sie bildete insbesondere die rechtliche Grundlage für bundesweite Bemühungen zur Regulierung von Fahrzeugemissionen.
Das Weiße Haus bezeichnete die Rücknahme als „die größte Deregulierung in der amerikanischen Geschichte“ und erklärte, Autos würden günstiger und die Hersteller würden 2.400 Dollar pro Fahrzeug einsparen.
Umweltgruppen sagen, dies sei der bedeutendste Rückschritt im Kampf gegen den Klimawandel, der je versucht wurde, und kündigten an, vor Gericht dagegen vorzugehen.
Trump erklärte am Donnerstag im Oval Office, die Entscheidung von 2009 sei „eine katastrophale Politik aus der Obama-Ära gewesen, die der amerikanischen Autoindustrie erheblichen Schaden zugefügt und die Preise für amerikanische Verbraucher stark erhöht habe“.
Der republikanische Präsident fügte zur Klimapolitik der Demokraten hinzu: „Diese radikale Regel wurde zur rechtlichen Grundlage des ‚Green New Scam‘, eines der größten Betrugsfälle der Geschichte.“
Der frühere Präsident Barack Obama, der sich selten zu den Maßnahmen amtierender Präsidenten äußert, sagte, die Aufhebung der Feststellung mache die Amerikaner verwundbarer.
Auf X schrieb er: „Ohne sie werden wir weniger sicher, weniger gesund und weniger in der Lage sein, den Klimawandel zu bekämpfen – und das alles, damit die fossile Brennstoffindustrie noch mehr Geld verdienen kann.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency
