The Guardian: Proteste im Iran scheinen sich verlangsamt zu haben
Stockholm, 16. Januar (Hibya) – Laut The Guardian scheint sich die Protestbewegung im Iran, die zum Tod und zur Inhaftierung Hunderter Menschen geführt hat, verlangsamt zu haben.
Dem Bericht zufolge herrscht in Teheran relative Ruhe auf den Straßen, da Schussgeräusche abgenommen haben und Brände gelöscht wurden.
Die Verlangsamung der Proteste trat nur zwei Tage nach Donald Trumps Aufruf an die Iraner ein, „weiter zu protestieren und ihre Institutionen zu übernehmen“, wobei er versprach, „Hilfe sei unterwegs“. Geheimdienstliche Einschätzungen deuteten darauf hin, dass die USA einen Angriff auf den Iran vorbereiteten; Trump hatte mit diesem Schritt gedroht, falls die iranische Regierung Demonstranten töten sollte.
Am Mittwochabend schien Trump jedoch von der Schwelle einer militärischen Intervention zurückzutreten, indem er erklärte, die iranischen Behörden hätten die Hinrichtungen gestoppt.
Nach Angaben der in den USA ansässigen Human Rights Activists News Agency sind bei den Protesten mindestens 2.637 Menschen ums Leben gekommen.
Unter den Opfern befindet sich auch ein Mitarbeiter des iranischen Roten Halbmonds, dessen Tod am Samstag im Norden Irans von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften bekannt gegeben wurde. Fünf weitere Mitarbeiter des Roten Halbmonds wurden verletzt, was die Organisation zu einem Aufruf zum Schutz von humanitären Helfern veranlasste.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency