Sandu: Wir müssen junge Menschen im digitalen Raum schützen
Chișinău, 27. Januar (Hibya) – Die moldauische Präsidentin Maia Sandu betonte in ihrer Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates die Bedrohungen für die Demokratie und die Bedeutung des Schutzes junger Menschen im digitalen Raum und gedachte zugleich der Opfer des Holocaust.
Präsidentin Sandu erklärte, sie empfinde es als Ehre, vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates sprechen zu dürfen. In der Zeit, in der Moldau den Vorsitz im Ministerkomitee innehat, befasste sie sich mit den Auswirkungen der Kriege, denen Europa gegenübersteht, auf die Demokratien sowie mit Wegen zur Bewahrung von Frieden und Freiheit. Sandu betonte, dass sie sich besonders um die Lage der jungen Menschen sorgt:
„Wenn Demokratien gegenüber Manipulation widerstandsfähig sein wollen, müssen wir die Freiheit und das Wohlergehen junger Köpfe im digitalen Raum schützen. Deshalb müssen wir handeln.“
Die Präsidentin wies auf die Notwendigkeit eines umfassenden rechtlichen Instruments hin, um wirksame Maßnahmen gegen ausländische Informationsmanipulation und -einmischung zu ergreifen, und merkte an, dass Moldau diese Verantwortung während seiner Präsidentschaft voranbringen werde.
Sandu gedachte zudem der Opfer des Holocaust:
„Der Holocaust begann nicht mit Gaskammern; er begann mit Worten — mit der Erosion von Empathie und der Normalisierung von Ausgrenzung. Das Versprechen ‚Nie wieder‘ besteht nicht von selbst; wir müssen es hier und jetzt durch unser Handeln erneuern.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency