Russland reagiert auf US-Erklärung zu den Südlichen Kurilen
Moskau, 19. August (Hibya) - Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, reagierte auf die Erklärung des US-Botschafters in Tokio, George Glass, wonach die USA Japans Souveränität über die Südlichen Kurilen anerkennen. Sacharowa erklärte, die russische Souveränität über die Inseln stehe nicht zur Debatte.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Sacharowa, kommentierte die Erklärung des US-Botschafters in Tokio, George Glass, wonach die USA Japans Souveränität über die Südlichen Kurilen anerkennen, die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin besucht wurden.
Sacharowa erklärte, die Äußerung enthalte „grundsätzlich nichts Neues“, und verwies darauf, dass US-Diplomaten bereits zuvor Erklärungen abgegeben hätten, in denen sie Tokios Ansprüche auf russisches Territorium bedingungslos unterstützten.
Sacharowa vertrat die Auffassung, dass die Übertragung der Südlichen Kurilen an Russland im Rahmen von Vereinbarungen zwischen den alliierten Staaten und der Charta der Vereinten Nationen zu den verbindlichen Ergebnissen des Zweiten Weltkriegs gehöre. Sie erinnerte daran, dass die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion in der Endphase des Krieges gemeinsam gegen Japan kämpften.
Sacharowa erklärte, dass die Sowjetunion auf der Jalta-Konferenz am 11. Februar 1945 auf Wunsch der Vereinigten Staaten und Großbritanniens zugestimmt habe, in den Krieg gegen das militaristische Japan einzutreten, während Washington und London der Übertragung der Südlichen Kurilen an die Sowjetunion zugestimmt hätten.
Sacharowa sagte, dass nach der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde durch Japan am 2. September 1945 die erste Direktive von General Douglas MacArthur die betreffenden Inseln aus dem japanischen Staatsgebiet ausgeschlossen habe. „Russlands Souveränität und Gerichtsbarkeit über sie stehen nicht zur Debatte“, sagte sie.
Sacharowa behauptete zudem, die Äußerungen des US-Diplomaten förderten „revisionistische und revanchistische“ Tendenzen in Japan und lösten bei Japans Nachbarstaaten zunehmend Besorgnis aus.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency