Rückgänge bei Gold und Silber setzen sich in der neuen Woche fort
Istanbul, 2. Februar (Hibya) - Gold und Silber setzten ihre Verkäufe am Montag fort und vertieften damit die Verluste vom vergangenen Freitag. Ein stärkerer Dollar und Gewinnmitnahmen bremsten die Dynamik der Rallye, die die Edelmetalle noch vor wenigen Tagen auf Rekordniveaus getrieben hatte.
Der Spotpreis für Gold fiel zum Wochenauftakt um rund 5% auf 4.611,4 US-Dollar je Unze, nachdem er am Freitag etwa 10% verloren hatte, als die Preise unter 5.000 US-Dollar je Unze gefallen waren. Silber, das zusammen mit Gold aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen und spekulativer Kapitalströme gestiegen war, gab am ersten Tag der neuen Woche ebenfalls um rund 4% auf 81,189 US-Dollar nach.
Analysten zufolge folgte der Rückgang auf eine heftige Gegenbewegung, die entstand, als der Optimismus über US-Zinssenkungen am Freitag mit einer plötzlichen Neubewertung der Führung der US-Notenbank kollidierte, nachdem US-Präsident Donald Trump den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell nominiert hatte, dessen Amtszeit im Mai endet.
Laut Forbes stellte der Rückgang des Goldpreises „eine klassische Lufttasche nach einer außergewöhnlichen Rallye“ dar und fügte hinzu, dass „Gewinnmitnahmen, ein stärkerer Dollar und neue geopolitische Nachrichten aus Washington überfüllte Positionen erschütterten“.
Der Dollarindex, der die Stärke des US-Dollars gegenüber einem Währungskorb misst, ist seit Donnerstag um etwa 0,8% gestiegen.
Analysten zufolge macht ein stärkerer Dollar das in Dollar gehandelte Gold für ausländische Käufer weniger attraktiv, während höhere Zinssätze Staatsanleihen als sicheren Hafen attraktiver machen und die Opportunitätskosten für das Halten des unverzinslichen gelben Metalls erhöhen.
Forbes zufolge dürften die Goldpreise kurzfristig hoch, aber volatil bleiben, da die Märkte auf mehr Klarheit über die politische Ausrichtung von Warsh warten.
Während die Silberpreise seit Jahresbeginn weiterhin um etwa 16% gestiegen sind, legten die Goldpreise seit Jahresbeginn um rund 8% zu. Im vergangenen Jahr verzeichneten Gold und Silber rekordverdächtige Rallyes mit Zuwächsen von rund 65% bzw. 145%.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency