Extreme Kälte unter minus 35 Grad in Finnland führte zur Streichung vieler Flüge
Helsinki, 12. Januar (Hibya) — In der finnischen Region Lappland wurden aufgrund einer heftigen Kältewelle Flüge von einem der Flughäfen gestrichen, wodurch Tausende von Touristen gestrandet sind.
Am Sonntag, als die Temperaturen unter minus 35 Grad fielen, wurden alle Flüge vom Flughafen Kittilä in Lappland gestrichen, die in den Wintermonaten Ziele wie London, Bristol, Manchester, Paris und Amsterdam anfliegen.
Nach Prognosen des Finnischen Meteorologischen Instituts wird auch am Montag ein Temperaturrückgang bis auf minus 39 Grad erwartet, weshalb mit einer Fortsetzung der Probleme gerechnet wird.
Die extreme Kälte erschwert die Enteisung der Flugzeuge, zudem können Wartungs- und Betankungsgeräte am Boden einfrieren.
Der Flughafenbetreiber Finavia teilte dem öffentlich-rechtlichen Sender Yle mit, dass die Feuchtigkeit in der Luft eine rutschige Eisschicht bildet und die Lage weiter verschärft.
Lappland, das den Norden Norwegens, Schwedens und Finnlands umfasst, ist für seine Kälte und seinen Schnee bekannt. Nach Angaben des finnischen Tourismusverbands liegt die durchschnittliche Wintertemperatur in Finnisch-Lappland meist bei etwa minus 14 Grad und kann zeitweise bis auf minus 30 Grad sinken.
Der Flughafen Kittilä bedient hauptsächlich Reisende zu den nahe gelegenen Skigebieten und jene, die die Nordlichter sehen möchten, während der weiter südlich gelegene Flughafen Rovaniemi der „offizielle“ Ankunftspunkt für Besucher des folkloristischen Hauses des Weihnachtsmanns ist.
Die Kälte machte auch die Straßen besonders gefährlich, und Fintraffic gab eine Warnung vor Glatteis in der Region heraus.
Laut Yle unter Berufung auf die örtliche Polizei rutschte am Sonntagmorgen ein Bus mit ukrainischen Passagieren in einen Graben. Schwere Verletzungen wurden nicht gemeldet.
Die ungewöhnliche Kälte in Lappland fällt mit einem Sturm zusammen, der Nordeuropa erfasst und winterliche Bedingungen sowie Verkehrsbehinderungen in Großbritannien, Frankreich und Deutschland mit sich bringt.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency