Dänemark fordert Trump auf, Drohungen zur Übernahme Grönlands fallen zu lassen
Kopenhagen, 5. Januar (Hibya) — Die dänische Ministerpräsidentin forderte Präsident Donald Trump auf, seine Drohungen zur Übernahme Grönlands fallen zu lassen, nachdem er gesagt hatte, die USA benötigten die Region „unbedingt“.
Mette Frederiksen erklärte: „Es ergibt keinen Sinn, davon zu sprechen, dass die Vereinigten Staaten Grönland übernehmen müssten. Die USA haben kein Recht, eines der drei Länder des Königreichs Dänemark zu annektieren.“
Die Bombardierung Venezuelas durch die USA und die Festnahme von Präsident Nicolas Maduro entfachten die Sorgen über eine mögliche Übernahme Grönlands durch die Vereinigten Staaten erneut, zumal Mitglieder von Trumps MAGA-Bewegung nach dem Angriff in Südamerika den Blick auf dänische Gebiete richteten.
Stunden nach Frederiksens Äußerungen bekräftigte Trump am Sonntag an Bord der Air Force One erneut seine Behauptung, Grönland müsse Teil der Vereinigten Staaten sein.
Auf eine entsprechende Frage antwortete Trump Journalisten: „Aus Sicht der nationalen Sicherheit brauchen wir Grönland, und Dänemark wird das nicht schaffen.“
Stunden nach der US-Militäroperation in Venezuela teilte die rechte Podcasterin Katie Miller — Ehefrau des einflussreichen politischen Beraters von Donald Trump, Stephen Miller — auf der Social-Media-Plattform X eine Karte Grönlands, die mit der Sternenbannerflagge bedeckt war, mit der Überschrift „BALD“.
Der grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen bezeichnete den Beitrag als „respektlos“. In einem Beitrag auf X schrieb er: „Die Beziehungen zwischen Nationen und Völkern beruhen auf gegenseitigem Respekt und internationalem Recht — nicht auf symbolischen Gesten, die unseren Status und unsere Rechte missachten.“
Gleichzeitig fügte er hinzu:
„Es gibt keinen Grund zur Panik oder zur Sorge. Unser Land steht nicht zum Verkauf, und unsere Zukunft wird nicht durch Beiträge in sozialen Medien bestimmt.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency