UN: Wasser steht im Zentrum der Klimakrise
New York, 12. April (Hibya) - Nach Angaben der Vereinten Nationen stört der Klimawandel den Wasserkreislauf und verstärkt sowohl Wasserknappheit als auch Katastrophen wie Überschwemmungen und Dürren.
Die Vereinten Nationen wiesen auf die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen hin und berichteten, dass sowohl Wasserknappheit als auch wasserbedingte Katastrophen weltweit zunehmen. Es wurde betont, dass steigende Temperaturen die Niederschlagsmuster stören und den Wasserkreislauf direkt beeinflussen.
Es wurde erklärt, dass weltweit mehr als 2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben, während etwa die Hälfte der Weltbevölkerung in bestimmten Zeiten des Jahres unter schwerer Wasserknappheit leidet. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich diese Lage zusammen mit dem Klimawandel und dem Bevölkerungswachstum voraussichtlich weiter verschlechtern wird. Außerdem wurde berichtet, dass nur 0,5 Prozent des Wassers auf der Erde nutzbares Süßwasser sind und dass die Wasserspeicher an Land, einschließlich Bodenfeuchte, Schnee und Eis, in den vergangenen 20 Jahren jährlich durchschnittlich um 1 Zentimeter zurückgegangen sind.
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass das Schmelzen von Gletschern, Schneedecken und gefrorenen Böden insbesondere für Menschen und Ökosysteme in mittleren und hohen Breiten sowie in Gebirgsregionen schwerwiegende Auswirkungen hat. Es wurde hinzugefügt, dass diese Situation Bereiche wie Bewässerung, Wasserkrafterzeugung und Trinkwasserversorgung direkt betrifft.
Es wurde erklärt, dass der Klimawandel zusammen mit Landnutzung und Verschmutzung zur Verschlechterung von Süßwasserökosystemen und zum Aussterben von Arten führt, die von diesen Systemen abhängig sind, während eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad den Anteil der von Wasserknappheit betroffenen Bevölkerung ungefähr halbieren könnte.
Es wurde auch betont, dass die Wasserqualität gefährdet ist, wobei darauf hingewiesen wurde, dass steigende Wassertemperaturen sowie häufigere Überschwemmungen und Dürren die Wasserverschmutzung erhöhen.
Andererseits wurde darauf hingewiesen, dass der Klimawandel auch wasserbedingte Katastrophen verstärkt und extreme Wetterereignisse häufiger und heftiger werden. Es wurde berichtet, dass Überschwemmungen seit dem Jahr 2000 um 134 Prozent zugenommen haben, während Zahl und Dauer von Dürren um 29 Prozent gestiegen sind. In den vergangenen 50 Jahren seien 70 Prozent der Todesfälle infolge von Naturkatastrophen auf wasserbedingte Katastrophen zurückzuführen gewesen.
In der Erklärung wurde zudem darauf aufmerksam gemacht, dass die zunehmende Wasserknappheit auch Druck auf die Lebensmittelproduktion ausübt. Rund 70 Prozent des weltweiten Süßwasserverbrauchs entfallen auf die Landwirtschaft, und zur Deckung des täglichen Nahrungsbedarfs einer Person werden zwischen 2.000 und 5.000 Liter Wasser benötigt.
Die Vereinten Nationen erklärten, dass der Schutz gesunder Wasserökosysteme und eine bessere Wasserbewirtschaftung sowohl die Treibhausgasemissionen verringern als auch klimabedingte Risiken senken können. Es wurde darauf hingewiesen, dass Feuchtgebiete durch die Speicherung von Kohlenstoff eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen, zugleich aber auch einen natürlichen Schutz vor Überschwemmungen bieten und zur Speicherung sowie Reinigung von Wasser beitragen.
Außerdem wurde erklärt, dass Frühwarnsysteme Katastrophenschäden erheblich verringern könnten und dass klimaresistente Wasser- und Sanitärsysteme jedes Jahr das Leben von Hunderttausenden Babys retten könnten. Es wurde betont, dass wassereffiziente landwirtschaftliche Methoden wie die Tröpfchenbewässerung eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Druck auf die Wasserressourcen zu verringern.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency
