UN: Situation in Tigray noch immer äußerst volatil mit dem Risiko einer Verschlechterung
New York, 10. Februar (Hibya) – Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Turk, rief alle Parteien in der äthiopischen Region Tigray angesichts der eskalierenden Konflikte zu Zurückhaltung auf und forderte eine politische Lösung.
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Turk warnte, dass sich die Menschenrechts- und humanitäre Lage in der Region Tigray aufgrund der jüngsten Konflikte weiter verschlechtern könnte und rief zu dringenden Maßnahmen auf.
Turk erklärte: "Die Situation ist immer noch äußerst volatil, und es besteht das Risiko einer weiteren Verschlechterung. Alle Parteien müssen mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft entschlossene Anstrengungen unternehmen, um die Spannungen zu verringern, anstatt sie zu verschärfen. Politischer Dialog und vertrauensbildende Maßnahmen müssen dringend umgesetzt werden."
Am 26. Januar intensivierten sich die Kämpfe im Nordwesten von Tigray, nahe der Grenze zu Amhara in den Gebieten Tselemti und Laelay Tselemti; es wurden Drohnen, Artillerie und andere schwere Waffen eingesetzt. Beide Seiten führten während und nach den Kämpfen Berichten zufolge Festnahmen und Verhaftungen durch. Turk warnte: "Zivilisten sind wieder zwischen die Fronten geraten. Das muss gestoppt werden."
Im Süden und Südosten von Tigray, nahe der Grenze zu Afar, dauern die Kämpfe zwischen den Tigray-Verteidigungskräften und einer rivalisierenden Gruppe, den "Tigray Peace Forces", an. Im Tigray-Konflikt von 2020-2022 wurden rund zwei Millionen Menschen vertrieben.
Turk sagte: "Beide Seiten müssen zurücktreten und ihre Differenzen auf politischem Weg lösen. Angeblich schwerwiegende Verstöße müssen unabhängig untersucht werden."
Er warnte auch, dass Spannungen zwischen Äthiopien und dem benachbarten Eritrea die bestehenden Menschenrechts- und humanitären Probleme im Horn von Afrika verschärfen könnten.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency
