UN-Generalsekretär Guterres warnt vor eskalierender Krise im Nahen Osten
New York, 11. Juni (Hibya) – UN-Generalsekretär António Guterres bekräftigte in seiner Rede vor dem Sicherheitsrat seinen Aufruf zu einer Zwei-Staaten-Lösung und machte auf die globalen Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten aufmerksam.
UN-Generalsekretär António Guterres erklärte in seiner Rede vor dem Sicherheitsrat zum Nahen Osten, dass die zunehmenden Spannungen in der Region weltweit schwerwiegende Folgen hätten.
Guterres sagte, dass die Eskalation im Nahen Osten über die Grenzen hinausreiche und politische Spannungen, Zwangsmigration, wirtschaftliche Instabilität sowie steigende Lebensmittel- und Energiekosten verursache. Die Menschen in der Region zahlten dafür einen hohen Preis.
Mit Blick auf die Entwicklungen im Libanon erklärte Guterres, dass Zivilisten ums Leben gekommen seien, Millionen Menschen vertrieben wurden und auch Mitarbeiter der Vereinten Nationen Ziel von Angriffen geworden seien. Er rief alle Parteien zu einer diplomatischen Lösung auf.
Zur israelisch-palästinensischen Frage erklärte Guterres, dass die Zwei-Staaten-Lösung der einzige realistische Weg sei. Zwei unabhängige Staaten müssten auf Grundlage der Grenzen von 1967 friedlich nebeneinander bestehen. Zudem verwies er auf die sich verschlechternde humanitäre Lage im Gazastreifen und im Westjordanland und betonte, dass humanitäre Hilfe niemals Gegenstand von Verhandlungen sein dürfe.
Guterres sprach außerdem die Spannungen in der Golfregion an und erklärte, dass die Sicherheit der Seeschifffahrt und der Energieversorgung bedroht sei, was sich negativ auf die weltwirtschaftliche Stabilität auswirke. Er rief alle Parteien dazu auf, die Waffenruhe einzuhalten und die Verhandlungen wieder aufzunehmen.
In seiner Rede ging Guterres auch auf Syrien, den Jemen und andere Krisen in der Region ein und betonte, dass die Vereinten Nationen bereit seien, alle verfügbaren Instrumente für Frieden und Diplomatie einzusetzen.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency