Sybiha: Sexuelle Gewalt und Vergewaltigung werden als Kriegswaffen eingesetzt
Kyjiw, 20. September (Hibya) - Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha äußerte sich zu einem neuen Bericht der Vereinten Nationen (UN).
Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha äußerte sich zu einem neuen Bericht der Vereinten Nationen (UN).
Sybiha erklärte, seit Beginn des groß angelegten russischen Angriffs auf die Ukraine seien etwa 900 Fälle sexueller Gewalt gegen ukrainische Zivilisten und Kriegsgefangene dokumentiert worden, und sagte: „Unter den Opfern sind 16 Kinder, einige von ihnen erst vier Jahre alt. Das ist das wahre Gesicht des ‘Russkiy mir’: Terror, Zerstörung und Leid. Sexuelle Gewalt und Vergewaltigung werden als Kriegswaffen eingesetzt. Dies sind nur die gemeldeten und dokumentierten Fälle. Die tatsächliche Zahl könnte deutlich höher sein. Viele Opfer schweigen weiterhin aus Angst vor Stigmatisierung. Russland ignoriert weiterhin die Aufforderungen internationaler Institutionen, sexuelle Gewalt durch seine Militärangehörigen und FSB-Beamten zu verhindern, zu untersuchen und strafrechtlich zu verfolgen. Dies bestätigt nur, dass die Entscheidung, die russischen Streitkräfte in die ‘Liste der Schande’ des UN-Generalsekretärs aufzunehmen, richtig war. Diese Kriegsverbrechen erfordern eine stärkere Reaktion. Die Täter müssen identifiziert und strafrechtlich verfolgt werden, während die Opfer Gerechtigkeit verdienen.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency