Sybiha: Sanktionen gegen Rosatom müssen wieder auf die Tagesordnung
Kiew, 17. August (Hibya) – Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha kritisierte Russlands Aktivitäten im Bereich der Kernenergie sowie den russischen staatlichen Atomenergiekonzern Rosatom. Sybiha erklärte, die Europäische Union müsse Sanktionen gegen Rosatom erneut ernsthaft prüfen.
Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha kritisierte Russlands Aktivitäten im Bereich der Kernenergie.
Sybiha erklärte: „Rosatom ist nicht einfach nur ein weiteres Energieunternehmen; es ist ein Instrument des russischen Ziels, ein globales Monopol in der Kernenergie zu schaffen.“ Sybiha vertrat die Auffassung, dass Rosatom kein verlässlicher Partner sei, und erklärte, die Ukraine warne die europäischen Regierungen seit Langem vor einer Zusammenarbeit mit dem Unternehmen.
An die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten gerichtet sagte Sybiha: „Bitte hören Sie auf die Ukraine. Kein Land der Welt weiß besser als die Ukraine, warum Moskau im Bereich der Kernenergie nicht vertraut werden kann.“
Sybiha behauptete, Russland stelle die größte Bedrohung für die nukleare Sicherheit auf dem europäischen Kontinent dar, und verwies auf verschiedene Entwicklungen, von der Katastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 bis zur russischen Besetzung des Kernkraftwerks Saporischschja. Sybiha erklärte zudem, dass Schäden am Neuen Sicheren Einschluss in Tschernobyl, Drohnenflüge über in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken und Angriffe auf kritische Umspannwerke Risiken für die nukleare Sicherheit darstellten.
Der ukrainische Außenminister sagte: „Angesichts dieses Bildes besteht die einzig verantwortungsvolle Politik darin, jegliche Zusammenarbeit mit Moskau im Bereich der Kernenergie zu beenden, jede Abhängigkeit von Russland im Kernenergiesektor zu beseitigen und Sanktionen gegen Rosatom zu verhängen.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency