Palästinensisches Außenministerium unterstützt den Begriff „medizinischer Völkermord“
Ramallah, 4. August (Hibya) – Das palästinensische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Auslandsangelegenheiten erklärte, dass das von einer Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen (UN) erstellte Analysedokument zu „medizinischem Völkermord“ und „reproduktivem Völkermord“ einen zusätzlichen Beleg für die mutmaßlich in Gaza begangenen Verbrechen darstelle.
Das Ministerium erklärte, das Dokument mit dem Titel „Medical Genocide Studies: Reproductive Genocide as a Public Health Crisis“, das von der UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf das erreichbare Höchstmaß an körperlicher und geistiger Gesundheit, Tlaleng Mofokeng, erstellt wurde, sei eine wichtige Studie, die die Schwere der mutmaßlichen von Israel gegen das palästinensische Volk im Gazastreifen begangenen Verbrechen aufzeige.
Das Ministerium erklärte, den im Bericht verwendeten Begriff „medizinischer Völkermord“ zu unterstützen und der Einschätzung zuzustimmen, dass die systematische Angriffe auf Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen, medizinisches Personal und Patienten, die Behinderung der Einfuhr von Medikamenten, medizinischen Gütern und Treibstoff sowie die Lahmlegung des Gesundheitssystems nach internationalem Recht Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen könnten.
Ferner heißt es in der Erklärung, das Ministerium unterstütze auch die Feststellungen des Berichts, wonach in Gaza aufgrund der Zerstörung von Geburts- und Muttergesundheitszentren sowie des Entzugs von Gesundheitsversorgung, Nahrung, Wasser und Medikamenten für Frauen ein „reproduktiver Völkermord“ stattfinde.
Das Ministerium rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Feststellungen des Berichts in konkrete Maßnahmen umzusetzen, Krankenhäuser und medizinisches Personal zu schützen, die Freilassung inhaftierter palästinensischer Gesundheitskräfte zu erreichen, die ungehinderte Lieferung humanitärer Hilfe und medizinischer Güter sicherzustellen und Rechenschaftsmechanismen zu unterstützen.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency