Palästina verurteilt die Beschlagnahmung von Land der griechisch-orthodoxen Patriarchie durch Israel
Ramallah, 20. Juni (Hibya) – Das palästinensische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Expatriierte verurteilte die Beschlagnahmung eines Grundstücks der griechisch-orthodoxen Patriarchie im Silwan-Viertel des besetzten Ostjerusalems durch israelische Behörden.
In einer Erklärung des palästinensischen Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten und Expatriierte heißt es, dass im Rahmen der am 15. Juni durchgeführten Maßnahme der Vertreter der Patriarchie ausgewiesen, Ausrüstung beschlagnahmt, Bäume entwurzelt und das Grundstück mit Zäunen und Toren umgeben wurde.
In der Erklärung wird argumentiert, dass dieser Schritt einen klaren Verstoß gegen die Unverletzlichkeit kirchlichen Eigentums darstelle und einen direkten Angriff auf das religiöse und historische Erbe des palästinensischen Volkes sowie auf die universelle religiöse Bedeutung Jerusalems bedeute.
Das Ministerium betonte, dass das Grundstück, das auf die griechisch-orthodoxe Patriarchie eingetragen ist und sich neben einem historischen Kloster befindet, durch internationales Recht geschützt ist.
In der Erklärung wurde außerdem die Auffassung vertreten, dass die Beschlagnahmung oder Aneignung privaten und religiösen Eigentums in besetzten Gebieten gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency