Ölpreise steigen nach Trumps Äußerungen zum Iran
Istanbul, 20. Februar (Hibya) - Die Ölpreise stiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, innerhalb der nächsten 10 Tage ein Telefonat zu führen, um über eine mögliche militärische Operation gegen Teheran zu entscheiden.
Als Reaktion auf Trumps Äußerungen stieg das US-Rohöl (WTI) am Freitag um 0,53 % auf 66,78 Dollar pro Barrel, während die globale Referenzsorte Brent um 0,18 % auf 71,79 Dollar zulegte. Damit gewann WTI in dieser Woche mehr als 5 % und seit Jahresbeginn rund 16 % hinzu.
Bei der ersten Sitzung des Friedensrates sagte Trump: „Wir müssen möglicherweise einen weiteren Schritt nach vorne machen, oder vielleicht auch nicht.“ Er fügte hinzu: „Vielleicht werden wir eine Einigung erzielen. Wahrscheinlich werden Sie das innerhalb der nächsten 10 Tage erfahren.“
Trump erklärte außerdem: „Im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass es nicht einfach ist, ein bedeutendes Abkommen mit dem Iran zu schließen. Wir müssen eine ernsthafte Vereinbarung erreichen, sonst werden schlechte Dinge passieren.“
Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner führten in dieser Woche in Genf Gespräche über das iranische Atomprogramm. Vizepräsident JD Vance sagte, dass der Iran während der Gespräche die von Trump gesetzten roten Linien nicht angesprochen habe.
Unterdessen dauert ein umfangreicher militärischer Aufmarsch der USA im Nahen Osten an. Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln befindet sich derzeit in der Region, und ein zweiter Träger, die USS Gerald Ford, ist ebenfalls auf dem Weg dorthin.
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte am Mittwoch, es gebe „viele Gründe und Argumente“ für einen Angriff auf den Iran. Sie erklärte, dass bei den Gesprächen in Genf gewisse Fortschritte erzielt worden seien, Iran und die USA jedoch „in einigen Fragen weiterhin weit auseinanderliegen“.
Die Iranischen Revolutionsgarden führten in dieser Woche zudem Militärübungen in der Straße von Hormus durch, einer wichtigen Region für den globalen Ölhandel. Öl-Investoren befürchten, dass ein Krieg zwischen den USA und dem Iran den Rohölfluss durch die Meerenge unterbrechen könnte.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency
