Meloni an Schlein wegen „Ranucci“: Worte und Andeutungen haben Gewicht
Rom, 27. Juli (Hibya) - Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni reagierte auf Vorwürfe der Generalsekretärin der Demokratischen Partei (PD), Elly Schlein, die einen Zusammenhang zwischen der Regierung und dem Anschlagsversuch auf den Journalisten Sigfrido Ranucci herstellten. Meloni erinnerte an frühere Aussagen Schleins und forderte eine Entschuldigung.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni reagierte auf die Äußerungen der Generalsekretärin der Demokratischen Partei (PD), Elly Schlein, zum Anschlagsversuch auf den Journalisten Sigfrido Ranucci.
In einem Beitrag auf ihrem Social-Media-Konto verwies Meloni auf Aussagen Schleins vor dem Kongress der Partei der Europäischen Sozialisten (PES), der am 18. Oktober 2025 in Amsterdam stattfand.
Meloni erklärte, Schlein habe damals ihre Unterstützung für Ranucci zum Ausdruck gebracht und gesagt: „Die Demokratie ist in Gefahr, die Meinungsfreiheit ist in Gefahr, wenn die extreme Rechte an der Macht ist.“
Weiter führte Meloni aus, Schlein habe am 27. Juli 2026 in einer Fernsehsendung erklärt: „Ich habe keinerlei Verbindung zwischen der Regierung und den Anstiftern hergestellt.“
Die Ministerpräsidentin warf Schlein und einigen Persönlichkeiten aus dem linken Lager vor, über Monate hinweg durch Andeutungen und indirekte Aussagen ein Narrativ geschaffen zu haben, das die Regierung mit dem Vorfall in Verbindung bringe und Italiens Ansehen in der internationalen Öffentlichkeit geschadet habe.
Meloni schrieb: „Worte haben Gewicht. Andeutungen ebenfalls. Wer sich entschieden hat, einen Schatten auf die Regierung und Italien zu werfen, sollte heute nicht die Wahrheit leugnen, sondern sich einfach entschuldigen.“
Die Debatte über Schleins Aussagen gewann nach dem Anschlagsversuch auf den Journalisten Sigfrido Ranucci erneut an Bedeutung in der italienischen Politik.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency