Frankreich wurde erstes EU-Land mit Konsulat in Grönland
Kopenhagen, 7. Februar (Hibya) – Frankreich ist das erste EU-Land, das ein Konsulat in Grönland eröffnet hat. Das französische Konsulat wurde am Freitag in der Hauptstadt Nuuk eröffnet, inmitten der geopolitischen Spannungen rund um die Arktisinsel.
Frankreich eröffnete am Freitag ein Konsulat in der grönländischen Hauptstadt Nuuk, stärkte damit seine diplomatische Präsenz in der Arktis und erfüllte ein Versprechen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, das er bei seinem Besuch auf der Insel im vergangenen Juni gegeben hatte.
Damit ist Frankreich das erste EU-Land, das vor seinen Partnern im 27-Mitglieder-Block ein Generalkonsulat in Grönland eingerichtet hat.
Brüssel ist jedoch bereits auf der Insel vertreten, nachdem 2024 ein Büro der Europäischen Kommission eröffnet wurde.
Der ehemalige Botschafter in Vietnam, Jean-Noël Poirier, nahm nach seiner Ankunft in Nuuk seine Arbeit auf und wird Frankreich in diesem halbautonomen dänischen Gebiet mit rund 56.000 Einwohnern vertreten.
Eine diplomatische Quelle sagte gegenüber Euronews: „In Nuuk sind nur acht französische Staatsbürger registriert, vermutlich leben jedoch rund dreißig Franzosen in Grönland.“
Trotz der geringen Zahl französischer Einwohner auf der Insel sollen die Aufgaben des neuen Konsulats ausgeweitet werden.
Laut einer am Freitag veröffentlichten Erklärung des französischen Außenministeriums wird das Konsulat neben der administrativen Unterstützung französischer Staatsbürger auch daran arbeiten, „die bestehenden Kooperationsprojekte mit Grönland in den kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen zu vertiefen und die politischen Beziehungen zu den lokalen Behörden zu stärken“.
Paris erklärt, Ziel sei es, die Beziehungen zwischen Grönland, Frankreich und der EU in einer Region zu stärken, die zu einer wichtigen Quelle von Spannungen zwischen Europa und den USA geworden ist, nachdem US-Präsident Donald Trump wiederholt gefordert hatte, Washington solle die Kontrolle über dieses zum Königreich Dänemark gehörende Gebiet übernehmen.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency
