Ebola-Ausbruch in der DR Kongo erreicht 837 Fälle und 196 Todesopfer
Goma, 18. Juni (Hibya) – Der Ebola-Ausbruch in den Konfliktgebieten der Demokratischen Republik Kongo hat 837 Fälle und 196 Todesopfer erreicht. Experten betonen, dass eine wirksame Kommunikation mit der Bevölkerung der wichtigste Schritt zur Eindämmung des Ausbruchs ist.
Laut CCTV breitet sich der Ebola-Ausbruch in den von Konflikten betroffenen Regionen der Demokratischen Republik Kongo unter außergewöhnlichen Bedingungen aus und ist nach Einschätzung von Gesundheitsexperten nur schwer unter Kontrolle zu bringen.
Ahmed Ogwell, Präsident und CEO der globalen Gesundheitsorganisation VillageReach, wies in einem Interview mit dem chinesischen Fernsehsender CGTN auf erhebliche Herausforderungen bei der Eindämmung des Ausbruchs hin.
Ogwell erklärte, dass die tatsächliche Zahl der Fälle aufgrund der späten Entdeckung des Ausbruchs von Anfang an höher gewesen sein könnte und dass die anhaltenden Konflikte den Zugang von Gesundheitsteams zu den betroffenen Gebieten erschweren.
Er betonte außerdem, dass das Fehlen einer zugelassenen Behandlung oder eines Impfstoffs die Reaktionsmaßnahmen auf grundlegende Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens beschränkt, während die Nähe zu Grenzregionen das Risiko einer Ausbreitung der Krankheit auf Nachbarländer erhöht.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums der DR Kongo wurden im Land 837 bestätigte Fälle und 196 Todesfälle registriert.
Ogwell betonte, dass die Einbindung der Bevölkerung der wichtigste Schritt im Kampf gegen den Ausbruch sei, und sagte: „Die Kommunikation muss in einer Sprache erfolgen, die die Menschen verstehen, und kulturelle Sensibilitäten berücksichtigen.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency