Dringender Hilfsaufruf für Katastrophenopfer in Nepal
Distrikt Nuwakot, 29. August (Hibya) – Während die Such- und Rettungsarbeiten nach den schweren Überschwemmungen und Schlammlawinen vom Mittwoch in Nepal fortgesetzt werden, steigt der Bedarf an humanitärer Hilfe in der Region zunehmend.
Nach Angaben von CCTV werden die Such- und Rettungsarbeiten nach den schweren Überschwemmungen und Schlammlawinen vom Mittwoch in Nepal fortgesetzt, während der Bedarf an humanitärer Hilfe in der Region zunehmend steigt.
Die residierende Koordinatorin der Vereinten Nationen (UN) in Nepal, Lila Pieters Yahia, erklärte, dass durch die Katastrophe rund 40 Kilometer Straßen vollständig zerstört worden seien und in den betroffenen Gebieten dringend humanitäre Hilfe benötigt werde.
Yahia besuchte am selben Tag das Katastrophengebiet, bevor sie die Vereinten Nationen über die jüngsten Entwicklungen informierte. Nach einer erneuten Hochwasserwarnung musste sie ihren Besuch jedoch verkürzen. Yahia erklärte, dass die Such- und Rettungsteams ihre Arbeit in der Region fortsetzten, und wies auf die Auswirkungen der Katastrophe auf den Verkehr und die Hilfsmaßnahmen hin.
David Fisher, Leiter der Nepal-Delegation der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), erklärte am Freitag ebenfalls, dass mindestens 93 Tausend Menschen von der Katastrophe betroffen seien und in der Region ein großer Bedarf bestehe.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) teilte am selben Tag mit, dass 18 Schulen vollständig zerstört und weitere 20 beschädigt worden seien. Rund 10 Tausend schulpflichtige Kinder in der Region seien von der Katastrophe betroffen.
Die Wetterbehörden erklärten, dass in den kommenden Tagen im Norden Nepals mit weiteren Niederschlägen zu rechnen sei.
Es wird davon ausgegangen, dass neue Regenfälle den Zugang über Straßen weiter erschweren, größere Hindernisse für die Such- und Rettungsarbeiten schaffen und zu einem Anstieg der Zahl der Vermissten führen könnten.
Nach Angaben der Behörden waren am Mittwochmorgen Gebiete entlang des Flusses Bhote Koshi in Nepal von einer großflächigen Sturzflut betroffen. Überschwemmungen und Schlammlawinen verursachten in den Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dadaj großflächige Schäden.
Beschädigte Straßen und Verkehrsunterbrechungen in der Region erschweren die Arbeit der Such- und Rettungsteams sowie die Versorgung Hilfsbedürftiger.
Laut dem jüngsten Bericht der nepalesischen Nationalen Behörde für Katastrophenvorsorge und -management wurden bis Samstag um 10.00 Uhr Ortszeit in den von Schlammlawinen betroffenen Gebieten die Leichen von insgesamt 626 Menschen geborgen.
Im selben Bericht hieß es, dass 2 Tausend 426 Menschen weiterhin vermisst würden.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency