Dringender Aufruf zur Evakuierung von Patienten aus Gaza: „Rettet uns“
Gaza, 8. August (Hibya) - Das Gesundheitssystem im Gazastreifen versucht unter äußerst schwierigen Bedingungen, seine Versorgung aufrechtzuerhalten, wodurch sich die Lage behandlungsbedürftiger Patienten weiter verschärft. Mehr als 20.000 bestätigte Patienten warten Berichten zufolge auf eine medizinische Evakuierung, während Patienten und ihre Angehörigen dringend um Hilfe bitten.
Laut CCTV versucht das Gesundheitssystem im Gazastreifen unter äußerst schwierigen Bedingungen, seine Versorgung aufrechtzuerhalten, wodurch sich die Situation behandlungsbedürftiger Patienten weiter verschärft.
Mehr als 20.000 bestätigte Patienten warten Berichten zufolge auf eine medizinische Evakuierung, während Patienten und ihre Angehörigen dringend um Hilfe bitten.
Patienten und ihre Familien versammelten sich in der Umgebung des Al-Schifa-Medizinkomplexes in Gaza-Stadt und appellierten an die internationale Gemeinschaft, ihnen Zugang zu fortgeschrittenen Behandlungsmöglichkeiten zu ermöglichen.
Patienten mit schweren Erkrankungen wie fortgeschrittenem Krebs, Nierenversagen und schweren Traumata hätten keinen Zugang zu den erforderlichen Behandlungen.
Die Patienten erklärten, dass Einschränkungen an den Grenzübergängen und Verfahren für Reisegenehmigungen medizinische Evakuierungen erschwerten, und forderten die Erlaubnis, Gaza zur Behandlung verlassen zu dürfen.
Der Vater eines Patienten, dessen Sohn wegen einer Augenerkrankung behandelt werden muss, beschrieb seine Verzweiflung mit den Worten: „Ich kann nichts für meinen Sohn tun. Mein Sohn braucht eine Hornhauttransplantation.“
Ein anderer Patient erklärte, dass es in Gaza keine Möglichkeiten für fortgeschrittene Behandlungen gebe: „Wir Patienten sterben im Gazastreifen. Für uns gibt es keine Behandlung.“
Die Patienten richteten ihre Appelle mit Transparenten auch an die Weltgesundheitsorganisation und die internationale Gemeinschaft. Auf den Plakaten standen unter anderem die Botschaften „Rettet die verbliebenen Patienten“ und „Ein Appell an die mitfühlenden Menschen der Welt“. Sie forderten eine Beschleunigung der medizinischen Evakuierungen.
Ein Patient wiederholte den Hilferuf: „Wir wollen wie alle anderen behandelt werden. Wir wollen nur gehen und uns behandeln lassen. Die Zahl der Patienten ist gestiegen. Lassen Sie sie zur Behandlung ausreisen. Rettet uns.“
Die Gesundheitsinfrastruktur in Gaza steht aufgrund der anhaltenden Kämpfe und des Mangels an medizinischem Material unter enormem Druck. Auch die teilweise noch funktionsfähigen Gesundheitseinrichtungen haben Schwierigkeiten, komplexe und fortgeschrittene Behandlungen anzubieten.
Patienten und ihre Angehörigen fordern eine Lockerung der Beschränkungen an den Grenzübergängen Rafah und Kerem Schalom sowie eine Beschleunigung dringender medizinischer Evakuierungen.
Lokale Gesundheitsbehörden warnen, dass die medizinische Infrastruktur in dem abgeriegelten Gebiet infolge anhaltender Militäroperationen und akuter Versorgungsengpässe praktisch vollständig zusammengebrochen sei und die verbleibenden teilweise funktionsfähigen Krankenhäuser komplexe Behandlungen nicht vollständig leisten könnten.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency