Crosetto: Ich sehe darin einen Verstoß gegen die Verfassung und die Demokratie
Rom, 1. September (Hibya) - Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto reagierte im Zusammenhang mit dem Fall „Report“ und den juristischen Verfahren um den Journalisten Sigfrido Ranucci auf die Verletzung des Ermittlungsgeheimnisses und auf Methoden der medialen Vorverurteilung.
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto bezeichnete die Weitergabe von Abhörprotokollen und Nachrichten infolge einer Verletzung des Ermittlungsgeheimnisses als Verfassungsverstoß und betonte, dass das Recht auf ein faires Verfahren geschützt werden müsse.
Zu seiner Haltung hinsichtlich des Ermittlungsgeheimnisses und der veröffentlichten Aufzeichnungen sagte Crosetto: „Für mich gelten auch im Fall Report und für Ranucci dieselben Bewertungen, die ich immer bei allen vorgenommen habe. Mich widert die ständige Verletzung des Ermittlungsgeheimnisses und die Veröffentlichung von Telefonmitschnitten und Chats an, die nach dem Gesetz nicht veröffentlicht werden dürften. Ich sehe darin einen Verstoß gegen die Verfassung und die Demokratie.“
Mit Blick auf Persönlichkeitsrechte und die Grundsätze eines fairen Verfahrens erklärte Crosetto: „Gleichzeitig verteidige ich das Recht, moralisch nicht ausschließlich danach beurteilt zu werden, mit welchen Menschen man Umgang hat. Ich bin und werde ein Befürworter eines fairen Verfahrens bleiben.“
In seiner Kritik an diesen Medienmethoden schloss Crosetto seine Erklärung mit den Worten: „Und ich werde diese Art der Berichterstattung und der medialen Vorverurteilung weiterhin als inakzeptable Barbarei betrachten. Selbst wenn er in der Vergangenheit selbst einer der Urheber derselben Barbarei gewesen sein sollte.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency