BofA: Gold wird 5.000 Dollar erreichen, Silber wird höhere Gewinne erzielen
Istanbul, 6. Januar (Hibya) – Laut dem jüngsten Metallforschungsbericht der US-amerikanischen multinationalen Investmentbank Bank of America (BofA) mit Sitz in North Carolina wird Gold auch im Jahr 2026 weiterhin eine wichtige Portfolio-Absicherung (Hedge) und Ertragsquelle bleiben, während Silber mit dem Potenzial, historische Höchststände zu testen, größere Gewinne erzielen wird.
Der Leiter der Metallforschung bei der Bank of America, Michael Widmer, erklärte in dem Bericht, dass Gold weiterhin ein wichtiges Absicherungsinstrument und ein primärer Renditetreiber bleiben werde. Die Bank prognostiziert, dass der durchschnittliche Goldpreis im Jahr 2026 4.538 US-Dollar je Unze erreichen und das Potenzial haben wird, die Marke von 5.000 US-Dollar zu testen. Zu den treibenden Faktoren zählen ein schrumpfendes Goldangebot, steigende Produktionskosten und eine starke Investitionsnachfrage.
Gleichzeitig wird in dem Bericht besonders hervorgehoben, dass das Aufwärtspotenzial von Silber das von Gold deutlich übersteigt. Widmer wies darauf hin, dass das aktuelle Gold-Silber-Verhältnis bei etwa 59:1 liegt, während historisch extrem niedrige Niveaus bei 32:1 im Jahr 2011 und 14:1 im Jahr 1980 lagen. Eine Rückkehr dieses Verhältnisses zu historischen Tiefständen würde bedeuten, dass der Silberpreis in eine Spanne von 135 bis 309 US-Dollar je Unze steigen könnte. Dieses erhebliche Wertsteigerungspotenzial macht Silber besonders attraktiv für Anleger, die bereit sind, für zusätzliche Renditen ein höheres Risiko einzugehen.
Die Bank of America erläutert zudem die Gründe für ihre Einschätzung, dass Silber besser abschneiden wird als Gold:
„Das aktuelle Verhältnis von rund 60:1 liegt deutlich über dem langfristigen historischen Durchschnitt und befindet sich auf einem hohen Niveau. Historische Daten zeigen, dass Silber in großen Bullenmärkten für Edelmetalle aufgrund seiner höheren Volatilität und geringeren Marktgröße in der Regel deutlich besser abschneidet als Gold, was zu einer starken Verengung dieses Verhältnisses führt. Die durchschnittliche Rückkehr zu historischen Verhältnisniveaus bildet die mathematische Grundlage für das explosive Wachstumspotenzial von Silber.
„Silber verfügt nicht nur über ähnliche finanzielle Safe-Haven-Eigenschaften wie Gold, sondern wird auch широко in industriellen Anwendungen wie Photovoltaik und Elektronik eingesetzt. Im Kontext der Energiewende und einer möglichen Erholung des globalen Industriesektors wird das Wachstum der industriellen Nachfrage zusätzliche Unterstützung für die Silberpreise liefern und einen doppelten Wachstumsmotor ‚finanziell + industriell‘ schaffen.
„Obwohl sich die Investitionsnachfrage nach Gold (insbesondere über Fonds/ETFs) deutlich erholt hat, bleibt die Positionierung am Silbermarkt relativ schwach. Sollte sich die Marktstimmung stärker in Richtung Edelmetalle verschieben, könnte der Verstärkungseffekt der Kapitalzuflüsse in den Silbermarkt deutlicher werden und einen raschen Preisanstieg leichter auslösen.
„BofA blickt positiv auf den gesamten Edelmetallsektor, einschließlich Platin und Palladium. In einem derart breiten Aufwärtstrend folgt die historische Performance in der Regel einem Muster, bei dem ‚Gold vorangeht und Silber anschließend schnell an Dynamik gewinnt‘.“
BofA erwartet, dass die Produktion führender nordamerikanischer Goldminen im Jahr 2026 um 2 % zurückgehen wird, während die durchschnittlichen All-in-Sustaining-Kosten (AISC) um 3 % auf etwa 1.600 US-Dollar je Unze steigen werden, was eine fundamentale Unterstützung bieten dürfte.
Widmer erklärte, dass bereits ein Anstieg der Investitionsnachfrage um nur 14 % den Goldpreis auf 5.000 US-Dollar treiben könnte. Derzeit liegt die Goldallokation im professionellen Investmentsektor (z. B. bei vermögenden Privatpersonen) bei lediglich rund 0,5 % und damit deutlich unter dem modelloptimierten Niveau von etwa 30 %, was auf erheblichen Spielraum für eine Erhöhung der Bestände hindeutet.
Analysten weisen zudem darauf hin, dass die Goldreserven der Zentralbanken ihre Bestände an US-Staatsanleihen übertroffen haben, der durchschnittliche Goldanteil jedoch weiterhin nur bei etwa 15 % liegt. Die Modellierung von BofA zeigt, dass eine Erhöhung der durchschnittlichen Goldallokation auf rund 30 % die Reservevermögen vollständig optimieren würde, was darauf hindeutet, dass die Käufe der Zentralbanken anhalten könnten.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency