Baqaei: US-Sanktionen sind keine Politik mehr, sondern Gewohnheit
Teheran, 10. August (Hibya) - Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, kritisierte die US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und vertrat die Auffassung, dass Washington statt auf Diplomatie auf Sanktionen setze.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, reagierte auf Äußerungen des US-Finanzministers über ein wirtschaftliches "Erwürgen" des Iran durch Sanktionen.
Baqaei vertrat die Auffassung, dass die auf Sanktionen basierende Politik der USA zu einem Mittel geworden sei, auf das zurückgegriffen werde, wenn Diplomatie nicht betrieben werden könne. Wenn die von Washington verhängten Sanktionen keine Ergebnisse erzielten, verschärfe es dieselbe Politik weiter. Dies sei inzwischen keine Politik mehr, sondern zu einer "Gewohnheit" geworden.
Baqaei argumentierte, dass die US-Sanktionspolitik das Denken verdrängt habe, und erklärte, dass der Iran angesichts ähnlicher wirtschaftlicher Druckmaßnahmen, die seit Jahrzehnten gegen das Land verhängt würden, nicht zurückgewichen sei.
Baqaei behauptete, dass die Fortsetzung der Sanktionspolitik durch US-Politiker, anstatt den Iran wirtschaftlich unter Druck zu setzen, auch Washingtons Chance gefährden könnte, aus der selbst verursachten Krise mit geringerem Ansehensverlust herauszukommen.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency