Sybiha: Das IOC bestrafte nicht den ukrainischen Athleten, sondern seinen Ruf
Kiew, 12. Februar (Hibya) - Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha erklärte, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) nicht den ukrainischen Athleten, sondern seinen eigenen Ruf bestraft habe.
Der ukrainische Außenminister Sybiha reagierte auf die Entscheidung des IOC zu dem ukrainischen Athleten und sagte: „Das IOC hat nicht den ukrainischen Athleten bestraft, sondern seinen eigenen Ruf. Künftige Generationen werden sich an diesen Moment als einen schändlichen erinnern. Er wollte nur seine gefallenen Sportfreunde im Krieg ehren. Aus der Sicht von Regeln oder Ethik gibt es daran nichts auszusetzen.“
Sybiha fügte auch hinzu, dass der Ausschuss versäumt habe, sich systematisch mit Russland auseinanderzusetzen – dem größten Missbraucher des internationalen Sports und der Olympischen Charta – und sagte:
„In den letzten dreißig Jahren hat Russland dreimal versucht, während des Olympischen Waffenstillstands in ein Land einzufallen, das größte staatlich unterstützte Dopingprogramm umgesetzt, 650 ukrainische Sportler und Trainer getötet und 800 Sporteinrichtungen in der Ukraine zerstört. Die Russen sollten verboten werden, nicht diejenigen, die ihre Opfer ehren wollen. Keiner von ihnen ist ‚neutral‘.“
Der estnische Außenminister Margus Tsahkna äußerte ebenfalls seine Meinung zu dem Thema:
„Die Disqualifikation des ukrainischen Athleten Vladyslav Heraskevych, weil er den Opfern der russischen Aggression Respekt zollte, ist eine unvertretbare Situation. Es geht nicht um Ausrüstungsregeln, sondern darum, die Stimme einer angegriffenen Nation zum Schweigen zu bringen. Die Erinnerung an die in Russlands Krieg gefallenen ist kein Verstoß, sondern unsere moralische Pflicht. Wenn Erinnerung bestraft wird, wird Neutralität zu Komplizenschaft.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency
