Politico: Die USA wollen, dass Venezuela die Öllieferungen an Washingtons Gegner stoppt
Stockholm, 6. Januar (Hibya) – Laut Politico unter Berufung auf einen US-Beamten und eine mit internen Beratungen der Regierung vertraute Person gehören zu den US-Forderungen die Einstellung des Verkaufs venezolanischen Öls an Washingtons Feinde.
Zu den Forderungen der US-Beamten an die Interimspräsidentin Delcy Rodriguez zählen harte Maßnahmen gegen den Drogenhandel sowie die Ausweisung iranischer, kubanischer und anderer Agenten von Staaten oder Netzwerken, die Washington feindlich gesinnt sind.
Nach Angaben zweier Quellen erwarten US-Beamte außerdem, dass Rodriguez, die ehemalige Vizepräsidentin, die derzeit Venezuela führt, letztlich freie Wahlen ermöglicht und ihr Amt niederlegt. Die Fristen für diese Forderungen sind jedoch variabel, und US-Beamte betonen, dass in naher Zukunft keine Wahlen erwartet werden.
Obwohl zwei Tage seit dem US-Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Nicolás Maduro vergangen sind, bleibt vieles darüber unklar, was Washington als Nächstes plant.
Das Weiße Haus argumentiert, dass der Sturz Maduros weder eine Operation zum Regimewechsel noch ein Krieg sei, sondern eine Strafverfolgungsmaßnahme gegen einen Drogenboss.
Rodriguez scheint die Schlüsselfigur jeder möglichen US-Strategie zu sein. Trotz ihres langjährigen Bündnisses mit Maduro und ihrer ausgeprägten sozialistischen Identität ist das Trump-Team zuversichtlich, dass sie den Forderungen nachkommen wird; andernfalls drohe, wie Trump warnte, eine erhebliche militärische Intervention.
Trump sagte am Sonntag gegenüber Journalisten an Bord der Air Force One: „Bislang hat sich Venezuela sehr gut verhalten. Aber eine Macht wie die unsere zu haben, hilft. Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir einen zweiten Schlag ausführen.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency