Irans Außenamtssprecher Baqaei an Trump zum Öl: Zuerst müssen Sie den Krieg gewinnen
Teheran, 7. August (Hibya) - Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, reagierte auf die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu den Ölressourcen Irans und Venezuelas.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, kritisierte die Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu den Ölressourcen Irans und Venezuelas und verglich dessen Rhetorik mit der opportunistischen Figur Milo Minderbinder aus Joseph Hellers Roman „Catch-22“.
Baqaei bezog sich auf Trumps Aussage: „Der Sieger nimmt die Beute. Wir bekommen sehr viel Öl aus Venezuela... Dasselbe machen wir auch mit der Islamischen Republik Iran.“
Baqaei argumentierte, Trumps Ansatz stelle eine fiktive Vorstellung, die Krieg und Gewinnstreben miteinander verbinde, in den Mittelpunkt der amerikanischen Außenpolitik. „Der US-Präsident scheint diese Logik direkt aus der Welt der Fiktion in das Zentrum der amerikanischen Außenpolitik übernommen zu haben“, sagte er.
Mit Blick auf Iran erklärte Baqaei: „Er sagt, sie würden mit Iran dasselbe tun wie angeblich mit Venezuela. Doch es gibt ein kleines Problem: Bevor Sie die 'Kriegsbeute' beanspruchen, müssen Sie den Krieg tatsächlich gewinnen – und nicht in einer engen Meerenge stecken bleiben, Ihre (böswilligen) Ziele verfehlen, Ihre Waffen aufbrauchen und unterwegs Ihre Glaubwürdigkeit verlieren.“
Baqaei fügte hinzu: „Die sogenannte 'Beute Irans' ist bislang nichts weiter als ein Papp-Pokal für einen Sieg, für dessen Eintreten es keinerlei Anzeichen gibt.“
Zum Abschluss griff Baqaei erneut auf Hellers Romanfigur zurück: „Milo wusste zumindest, wie man aus einem Krieg Profit schlägt; diese Leute beschäftigen sich dagegen schon vor laufenden Kameras mit der Aufteilung der Beute, bevor sie sie überhaupt erlangt haben.“
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency