Chamenei sagte, die Demonstranten seien Vandalen, die Trump gefallen wollten
Stockholm, 10. Januar (Hibya) – Irans oberster religiöser Führer Ajatollah Ali Chamenei bezeichnete die regierungskritischen Demonstranten als „Unruhestifter“, die „versuchen, den US-Präsidenten zufriedenzustellen“.
Der Iran schickte außerdem einen Brief an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und beschuldigte die USA, die Proteste in „gewaltsame zerstörerische Handlungen und weit verbreiteten Vandalismus“ zu verwandeln. Unterdessen sagte Trump, der Iran sei „in großen Schwierigkeiten“.
Die Proteste, die nun in ihrem 13. Tag sind, brachen aus wirtschaftlichen Gründen aus und entwickelten sich zu den größten Protesten seit Jahren; dies führte zu Forderungen nach einem Ende der Islamischen Republik und in einigen Kreisen nach der Wiederherstellung der Monarchie.
Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen wurden mindestens 48 Demonstranten und 14 Sicherheitskräfte getötet.
Trump sagte am Freitag in einer Erklärung im Weißen Haus: „Wir werden sie dort, wo es am meisten weh tut, sehr hart treffen“, und fügte hinzu, seine Regierung beobachte die Lage im Iran aufmerksam und jede US-Intervention bedeute nicht die Präsenz von „Bodentruppen“.
„Mir scheint, dass die Menschen einige Städte einnehmen, von denen vor ein paar Wochen niemand wirklich gedacht hätte, dass das möglich ist“, sagte er.
Chamenei behielt in einer am Freitag im Fernsehen übertragenen Rede einen trotzigen Ton bei.
Der 86-jährige Chamenei sagte: „Jeder soll wissen, dass die Islamische Republik mit dem Blut von Hunderttausenden ehrenhafter Menschen an die Macht kam und vor denen, die dies leugnen, nicht zurückweichen wird.“
Später, in einer Rede vor versammelten Anhängern, die im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, verschärfte Chamenei seine Haltung weiter und sagte, der Iran werde „nicht davor zurückschrecken, gegen zerstörerische Elemente zu kämpfen“.
Die in den USA ansässige Human Rights Activists News Agency (HRANA) berichtete, dass seit Beginn der Proteste am 28. Dezember zusätzlich zu den 48 getöteten Demonstranten mehr als 2.277 Menschen festgenommen wurden.
Die in Norwegen ansässige Iran Human Rights Organization (IHRNGO) erklärte, mindestens 51 Demonstranten, darunter neun Kinder, seien getötet worden.
Deutsche Nachrichtenagentur Deutschland News Agency